Die “Jugendbegegnung anlässlich der Gedenkstunde des Deutschen Bundestages zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus” wird in diesem Jahr auch mit einiger Beiteiligung aus Bad Kreuznach stattfinden: Marc von der naheTV-Jugendredaktion ist einer der rund 80 Teilnehmer, die die Chance haben, sich intensiv mit dem 2. Weltkrieg und dessen Folgen zu beschäftigen.
70 Jahre nach der Wannsee-Konferenz und besonders nach der “braunen Terrorzelle” mahnte auch Bundespräsident Christian Wulff, es sei “wichtig und eine nationale Aufgabe, dass wir die Erinnerung wach halten. Wir dürfen nicht vergessen, dass dieses Unvorstellbare wirklich geschehen ist. Deswegen ist es so notwendig, dass in Deutschland zahlreiche Gedenkstätten auch die nachfolgenden Generationen an das Entsetzliche erinnern, das von unserem Land ausgegangen ist.”
Eine dieser Aufgaben wird auch durch diese Jugendbegegnung wahrgenommen. In zahlreichen unterschiedlichen Workshops können die Teilnehmer verschiedene Aspekte und Zusammenhänge des Nationalsozialismus beleuchten.
Bild: Daniel Gast / pixelio.de
Marc berichtet live aus Berlin:
Tag 1, Sonntag, 22. Januar:
Heute stand die Anreise auf dem Programm. Auch erhielten die Teilnehmer ihre Begleitunterlagen, um über das Programm sowie die Hintergründe informiert zu sein. Morgen steht u.a. ein Besuch des Jüdischen Museums auf dem Programm.
Tag 2, Montag,23. Januar
Das jüdische Museum sowie die Synagoge (siehe Bild) sind nur unter großen Sicherheitsvorkehrungen zu betreten. Das lange Anstehen lohnt aber – geschichtliche Hintergründe, aber auch Architektur erweisen sich als beeindruckend. Die Enge eines hohen Turmes zum Beispiel lässt nur ansatzweise erahnen, unter welchem Leid Juden bei ihrer Deportation standen.
Der Abend wurde abgerundet durch eine Filmvorführung des Films Gerdas Schweigen, der ein Gespräch mit einer Zeitzeugin dokumentiert. Fragen an Regisseurin und den Autor konnten direkt im Anschluss im Gespräch geklärt werden.